Coaching? Schonmal gehört, aber das ist nix für mich.

Wenn dir die Überschrift direkt bekannt vorkommt, dann herzlich willkommen zu Teil 1 unserer dreiteiligen Serie! Oder natürlich wenn du einfach neugierig bist. Oder was auch immer dein Beweggrund sein mag – wir wollen das Thema Coaching und assoziierte Vorbehalte mal komplett aufrollen.


Coaching. Als ich das erste Mal davon gehört habe, dachte ich, das wäre was für Leute mit zu viel Geld und ohne Plan, und so richtig Wissenschaft steckt dahinter eh nicht.

Eine Umfrage, die myself.today durchgeführt hat, hat ähnliches zu Tage gebracht: Es ist mühsam, jemanden zu finden, es kostet zu viel Zeit und Geld, wirklich Vertrauen eh kaum vorstellbar, und ach eigentlich ist das auch gar nicht nötig. Man kommt schon selbst klar.

Jetzt aber mal angenommen, du hättest jetzt die Möglichkeit, jemanden kennenzulernen, der dich deinen Zielen näher bringt. Der dein Leben nachhaltig zum Positiven verändern kann.

Würdest du dich mit dieser Person treffen wollen?

Oder würdest du dir weiter über zu wenig Zeit und zu viele Kosten Gedanken machen?

Stell dir mal die einfache Frage: Was bist du dir selbst wert? Was bist du bereit, in dich selbst und dein Wohlbefinden zu investieren? Und dann vergleiche diesen Wert mit folgenden: Was gibst du regelmäßig aus für das Feierabendbierchen, das neue Shirt, den Kinobesuch, das Zeitschriftenabonnement, den Wochenendtrip, und die ganzen Steuern?

Findest du, du solltest konstant mehr in unsere Wirtschaft und den Staat investieren - als in dich selbst?

Gut, nun könntest du sagen, das sind doch am Ende auch Investitionen in dich.

Aber helfen sie dir bei den Problemen, mit denen du gerade konfrontiert bist? Geben sie dir ein Gefühl von Erfüllung? Zufriedenheit? Und zwar auf dich zugeschnitten, genau jetzt?

Vielleicht ist es ja an der Zeit, mal was neues auszuprobieren.

Und um mit noch einem Klischee aufzuräumen: Es ist nichts falsch daran, geschweige denn eine Schwäche, sich Hilfe zu suchen. Egal, ob man in einer ausgewachsenen Krise steckt, oder einfach ratlos vor einer großen Entscheidung steht. Schließlich gehen wir auch zum Arzt, wenn wir uns das Bein brechen, oder nur Heuschnupfen haben. Manchmal braucht es eben jemand "externen", der uns weiterhilft. Eine neue Perspektive schenkt.

Unerwartet war es genau das, was ich gebraucht habe

Und so holte auch ich mir eines Tages Rat bei jemand Professionellem. Weil ich gemerkt habe, dass ich es alleine einfach nicht schaffe. Ich wollte Veränderung, zufrieden mit mir sein, aber verlor mich wieder und wieder in den selben Verhaltensmustern.

Ich fand eine Coachin, die mir zuhörte, und die richtigen Worte fand, mich zurück auf meinen Weg zu bringen - ohne mir ihre Weltsicht und Überzeugungen vorzukauen. Die ihre Aussagen mit Forschungsergebnissen untermauerte, mich anfeuerte, und immer für mich erreichbar war. Die meine Rückschläge nicht verurteilte (so wie ich selbst es getan hätte), und meine winzigen Fortschritte beglückwünschte (die ich sonst kaum bemerkt hätte).

Und was soll ich sagen? Es hat funktioniert. Ich habe entdeckt, dass ich stärker bin, als ich dachte - als ich merkte, dass jemand an mich glaubt, hab ich auch selbst wieder damit angefangen. Kein noch so ausgedehnter Shoppingtrip oder luxuriöser Kurzurlaub hätte das geschafft.


Das also mal vorneweg. In den nächsten zwei Teilen dieser Serie werde ich im Detail auf die größten Vorbehalte eingehen: Kosten, und Zeit. Sei gespannt!