Mysterium Work-Life-Balance: 10 Tipps wie du sie meisterst

Erreichbarkeit ist das Stichwort. Im Smartphone-Zeitalter mal schnell von unterwegs ne E-Mail beantworten, obwohl die offizielle Arbeitszeit schon vor 3 Stunden geendet hat, oder im Zug am Laptop die nächste Präsentation fertigstellen. Klar kann das von Vorteil sein, um die Karriere in Schwung zu bringen - aber sobald's in das Privatleben überschwappt, sind physische und psychische Gesundheit schnell beeinträchtigt. Von unserer Leistungsfähigkeit und Produktivität ganz zu schweigen.

Deshalb geht's nun um die so oft gefeierte, aber leider selten gelebte Work-Life-Balance. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland gut ab. Viele Menschen haben jedoch dennoch das Gefühl von Überforderung, Anstrengung, ständiger Belastung. Was kannst du nun tun, um Leben und Arbeit für dich individuell auszubalancieren? Hier sind zehn Tipps, die dir dabei helfen, diesen schmalen Grat zu bewältigen.

1. Was bedeutet Arbeit eigentlich für dich?

Geh mal ein paar Schritte zurück und frag dich: Warum arbeitest du eigentlich?

Arbeit ist notwendig. Es hält die Wohnung warm und zahlt die Miete, finanziert das Auto und die Rente, erlaubt Urlaub und Freizeitaktivitäten. Durch die richtige Einstellung kann es dir gelingen, die Erträge deiner Arbeit mehr wertzuschätzen und zu genießen, anstatt dass dir dein Job wie eine endlose Plackerei vorkommt.

2. Schaffe dir eine Tagesroutine

Eine geregelte Routine zu leben kann dir dabei helfen, deine Balance zu bewahren. Das heißt nicht, dass jeder Tag gleich sein soll. Laut Lewis Howes, Unternehmer und Autor von „The School of Greatness“ (2015) geht es um Dinge wie 8 Stunden Schlaf, oder in den ersten Stunden des Tages keine E-Mails checken, jeden Tag einmal rausgehen, oder sich bewusst genügend Zeit für Essen und Fitness nehmen. Langfristig macht dich das definitiv gesünder und glücklicher.

3. Blocke die Zeit, die du brauchst

Große Aufgaben stehen an? Nimm dir bewusst ein paar Stunden, wo du sie nehmen kannst, und blocke sie für genau das. Das hilft dir, fokussiert und konzentriert an der Aufgabe zu arbeiten, dich für diese Zeit von der Außenwelt bewusst abzukapseln, dir aber auch ein Limit zu setzen. Es muss nicht einmal eine einzige Aufgabe sein – aber es ermöglicht dir, für eine festgesetzte Zeitspanne zu arbeiten, anstatt zwischen einem Artikel, E-Mails, Chats und den neusten Nachrichten hin und her zu wechseln. Probier's doch mal mit der Pomodoro-Technik für gesteigerte Produktivität!

4. Mach mal Zeit für dich

Gut in deiner Arbeit zu sein ist wichtig, aber es sollte nicht dein gesamter Lebensinhalt sein. Du warst eine individuelle Person vor diesem Job, und bist es immer noch – also sollten die Hobbies, die dich glücklich machen, nach wie vor oben in deinen Prioritäten stehen. Integriere das fest in deinen Kalender, wie einen regulären Termin – ein paar Stunden pro Woche einfach für dich, sei es ein heißes Bad oder eine Massage oder ein Spaziergang. Du persönlich bist schließlich nicht weniger wichtig, als das Meeting auf der Arbeit oder der Zahnarzttermin – oder?

5. Sport. Nein wirklich, mach Sport.

Fitness ist der Hauptantreiber für Motivation, Fokus und Energie. Gesundheit und Wohlbefinden gehen Hand in Hand. Wenn du dich täglich um dich selbst kümmerst, zeigst du dir Selbstrespekt, und andere respektieren dich ebenfalls. Nimm dir die Zeit, die du verdienst, ob es 30 Minuten auf einmal oder über den Tag verteilt sind. 30 Minuten sind alles was du brauchst, wenn du dafür sorgst, dass jede Minute zählt – gib 100%!

6. Scheue nicht davor zurück, mal "auszustöpseln"

Eine Welt, die niemals schläft – schön und gut. Aber hin und wieder mal abzuschalten und die Welt einfach Welt sein lassen kann Wunder bewirken, um dich vom wöchentlichen Stress zu erholen. Die Benachrichtigungen mal ausschalten – sie laufen schließlich nicht weg. Du hast mehr Raum, Gedanken und Ideen wandern zu lassen. Anstatt erstmal Facebook zu checken, wie wär’s mit morgendlichen zehn Minuten Meditation, um frisch in den Tag zu starten? Falls du dabei Starthilfe brauchst, kann dir die Meditations-App Headspace bestimmt helfen!

7. Lebe bewusst und sei präsent

Wo genau du deine Zeit und Energie investierst, in deiner Freizeit, zuhause oder auf der Arbeit, hat einen Einfluss auf dein Gefühl von Work-Life-Balance. Sei dir dessen bewusst, und lass dich nicht nur von Arbeit einnehmen, sondern auch von Freunden und Menschen, die dich glücklich machen. Die Zeit, die du mit lieben Menschen verbringst, hilft dir dabei, neue Ideen und Gedankenwege zu entwickeln.

8. Teile dir deine Arbeit in Häppchen.

Denk mal an Tapas. Du willst doch von allem etwas, und von keinem zu viel, denn dann bist du zu schnell satt. Und jetzt übertrag das auf deine Arbeit. Häppchen machen Spaß, du hast schneller was geschafft, und kommst effizienter und zufriedener an dein Ziel. Und das Gefühl, etwas erreicht zu haben, ist eines der Hauptfaktoren, um am Ball zu bleiben, und nicht vor großen Aufgaben zurückzuschrecken. Tatsächlich haben Psychologen herausgefunden, dass die Planung von Aufgaben in Form von To-Do-Listen hilft, uns mehr auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren und langfristig erfolgreich zu sein.

9. Sag auch mal nein.

Balance heißt, auch mal nein zu sagen, und ganz klar deine Grenzen zu kommunizieren. Wenn ein neuer Termin auftaucht, der einfach nicht in deinen Plan passt – sag nein. Selbst wenn du theoretisch Zeit dafür machen könntest, solltest du dir überlegen, ob diese Verpflichtung den zusätzlichen Stress wert ist, und ob es dir hilft, deine Ziele und Werte weiter zu verfolgen. Du musst nicht ja sagen, nur weil du kannst.

10. Frag um Hilfe

Bist du glücklich, bist du produktiv. Wenn du zu gestresst bist und drohst, hinter deinen Aufgaben hinterherzuhängen - dann ist es Zeit, jemanden um Hilfe zu bitten oder auch zu engagieren. Selbst wenn es nur für kurze Zeit ist, kann es dir dabei helfen, die Wogen wieder zu glätten und Ordnung in deinen Alltag zu bringen.

 Balance kann viele Formen annehmen...

Balance kann viele Formen annehmen...

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