Immer wieder diese guten Vorsätze

Kaum kommt das neue Jahr, ist diese eloquente Phrase in aller Munde. Wie im Winterschlussverkauf. Alles muss raus. In der Zeitung, in der Werbung, prangend auf den Titelblättern der aktuellen Trend-Magazine und zwischen den neusten Facebook-Updates all der perfekten Strand-Selfies.

Karriere, reisen, Familie, abnehmen, eine neue Sprache oder ein Instrument, oder vielleicht sich einfach öfter was Gutes tun? Vielleicht auch, sich mit einem Freund zu versöhnen oder Meditation lernen oder zum Pilger werden oder mal social media fasten.

Anstatt diesen Umstand, dieses "alle Jahre wieder", einfach hinzunehmen und irgendwie was draus zu machen - sollten wir mal hinter die Kulisse schauen. Frag dich doch mal... Was soll das eigentlich? Was sind gute Vorsätze überhaupt? Und wieso fassen wir sie? Und warum zum Teufel geben zwei Drittel schon im Januar auf?

Eine Idee

Den guten Willen gibt's schon ewig. Und zwar läuft die Bedeutung des Monats Januar zurück auf Janus, den römischen Gott des Anfangs und des Endes. Ein Gesicht, das zurückschaut, eines, das nach vorne blickt.

Und so dachte man sich, dass Janus am letzten Tag des Jahres, also am 31. Dezember, zurück in das alte Jahr und gleichzeitig vorwärts ins neue Jahr schaut - und so fassten die Römer Vorsätze für die kommende Zeit, und vergaben Feinden der Vergangenheit.

... in die Tat umsetzen

Soweit so gut. Nun zum eigentlichen Punkt. Überleg dir ganz genau, was du eigentlich erreichen willst. Dann kommt vielleicht die Frage auf - was passiert eigentlich zwischen dem Gedanken und dem Erreichen des Ziels? Was ist eigentlich ein Ziel?

Ein Ziel sollte vor allem eines seit: smart. Schau mal hier:

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Ein Anker

... es klappt immer noch nicht, und du bist einfach frustriert? Dann gibt's da noch das ankern, das recht simpel erklärt ist. Man will ein positives Gefühl abspeichern und bei Bedarf abrufen. Das beginnt mit einem neurologischen Phänomen, bei dem eine bestimmte Situation, Erfahrung, Wahrnehmung mit Emotionen verknüpft wurde, positiv wie negativ. Begegnet man diesem sogenannten Stimulus erneut, wird die Emotion wieder wahrgenommen. Das heißt auch Reizreaktionskopplung. Also, kommt ein Reiz, kommt eine Reaktion.

Stell dir vor, du hörst ein bestimmtes Lied im Radio, und denkst dabei fröhlich an das letzte Mal, als du aus vollem Hals dazu gesungen hast. Oder du gehst durch ein Geschäft und nimmst ein Parfüm wahr, dass dich an jemanden erinnert. Oder vielleicht trinkst du keine Cola, weil du jedes Mal daran denken musst, wie du als Kind krank warst und dann welche bekommen hast.

Dieses Phänomen wollen wir uns bei der Zielerreichung nun zu Nutzen machen und es als Ressource nutzen. Die positiven Emotionen, die wir mit bestimmten Ereignissen verbinden, wollen wir auf Knopfdruck abrufen. Das geht zwar nicht von heute auf morgen, aber mit etwas Übung funktioniert's auf jeden Fall.

1. Entspannung. Such dir einen ungestörten Ort und komm zur Ruhe.
2. Visualisation. Erinner dich an eine Situation, in der du z.B. glücklich und zufrieden warst. Stell dir wirklich jedes Detail vor - was genau hast du wahrgenommen, was gefühlt? Je intensiver, je mehr Sinne involviert sind, desto wirksamer wird der Anker.
3. Verankerung. Das passiert, wenn du das Gefühl besonders intensiv empfindest - und es nun mit einer Handlung verknüpfst. Beispielsweise mit einer kleinen Bewegung. Dem Zusammenführen von Daumen und Zeigefinger. Das Drehen eines Rings. Das Ballen einer Faust. Oder was immer dir einfällt - idealerweise unauffällig, damit du die Handlung überall ausführen kannst. Und denk dran, immer den gleichen Anker für das gleiche Gefühl zu setzen. Also nicht die gleiche Handlung für Zufriedenheit UND Selbstbewusstsein.
4. Wiederholung. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn du es regelmäßig wiederholst.

Also. Das nächste Mal, wenn du kurz vorm Aufgeben stehst: ruf ein bisschen Zuversicht ab!

Noch immer nicht zufrieden?

Noch Fragen? Irgendwie zu abstrakt? Schreib uns!

Oder du weißt trotzdem nicht, wo du anfangen sollst? Dann ist Coaching möglicherweise genau das richtige für dich. Oder, in unserem Fall genauer gesagt, das remote Coaching, wo und wann du willst, individuell auf dich zugeschnitten. Damit ihr gemeinsam genau deinen Weg zu genau deinem Ziel findet. Und das nächste Strand-Selfie nicht bewirkt, dass du den Kopf in den Sand steckst. Auf geht's, entdecke dich selbst!